Finanzierungsratgeber

Stellen Sie Ihre Immobilienfinanzierung auf ein solides Fundament

Sie haben Ihre Eigentumswohnung oder das Grundstück für den Bau Ihres Traumhauses bereits gefunden und sind sich mit dem Verkäufer einig geworden? Herzlichen Glückwunsch! Jetzt gilt es, die notwendige Finanzierung auf solide Beine zu stellen und an Ihre persönliche Situation anzupassen. Gerne stehen wir Ihnen bei der Wahl der richtigen Finanzierungsparameter zur Seite.

So finden Sie den richtigen Kredit

Ein Immobiliendarlehen muss Ihren persönlichen Bedürfnissen entsprechen

Es gibt viele verschiedene Arten, eine Immobilie zu finanzieren: mit einem Annuitätendarlehen, einem variablen Darlehen oder auch einer Vollfinanzierung. Wie auch immer Sie Ihre Immobilie finanzieren möchten, wichtig ist, dass der Kredit zu Ihnen passt. Wir helfen Ihnen gerne dabei, die richtige Auswahl zu treffen. Nachfolgend finden Sie alles rund um die verschiedenen Kreditarten.

Annuitätendarlehen

Annuitätendarlehen werden als Klassiker der Baufinanzierung bezeichnet. Während der Vertragslaufzeit zahlt der Darlehensnehmer immer die gleiche monatliche Rate (Annuität), die sich aus seinem Zins- und einem Tilgungsanteil zusammensetzt. Während der Rückzahlung nimmt der Zinsanteil ab, während der Tilgungsanteil kontinuierlich steigt. Auf diese Weise nimmt die Schuldenlast im Laufe der Jahre ab.

Annuitätendarlehen werden mit einer bestimmten Sollzinsbindung abgeschlossen. Diese legt fest, wie lange der vereinbarte Sollzinssatz gilt bzw. wie lange die monatliche Rate bezahlt werden muss. Nach Ablauf der Sollzinsbindung bleibt meist eine Restschuld, die meistens mit Hilfe einer Anschlussfinanzierung weiter zurückbezahlt werden muss. Welcher Zinssatz dann für die Anschlussfinanzierung vereinbart wird, hängt von der bestehenden Restschuld und dem dann gültigen Zinsniveau ab.

Vor- und Nachteile eines Annuitätendarlehens

Vorteile eines Annuitätendarlehens:

  • Durch gleichbleibende Monatsraten sehr einfach zu kalkulieren
  • Unterschiedliche Darlehensangebote können einfach verglichen werden
  • Durch unterschiedliche Sollzinsbindungen gut an die Bedürfnisse des Darlehensnehmers anpassbar
  • Sondertilgungsoptionen können zusätzlich vereinbart werden

Nachteil eines Annuitätendarlehens:

  • Ein frühzeitiges Aussteigen ist für den Kunden nicht möglich, da er an die Sollzinsbindung gebunden ist (Ausnahme: §486 BGB, Sonderkündigungsrecht bei Festschreibungen größer als 10 Jahre)

Annuitätendarlehen eignen sich für:

  • Sicherheitsbewusste Darlehensnehmer und Familien mit gleichbleibenden finanziellen Verhältnissen
  • Darlehensnehmer ohne Erwartung von größeren Geldzuflüssen, die über die vereinbarte Tilgung (und Sondertilgungsoption) hinaus gehen
  • Sicherheitsbewusste Darlehensnehmer, die mit steigenden Bauzinsen rechnen und sich möglichst lange dagegen absichern möchten

Vollfinanzierung

Mit einer Vollfinanzierung ist es möglich, sofort und ohne Eigenkapital in die eigenen vier Wände zu investieren. Gerade in Zeiten mit niedrigen Zinsen ist diese Immobilienfinanzierungsvariante interessant, da man nicht Gefahr läuft, dass in den Jahren des alternativen Ansparens das Zinsniveau und/oder die Immobilienpreise steigen und man sich dann mit deutlich höheren Kosten konfrontiert sieht.

In Zeiten niedriger Zinsen kostet eine Vollfinanzierung nicht viel mehr als ein Baudarlehen mit eingebrachtem Eigenkapital – und das inklusive dem Risiko-Zinsaufschlag, den die Darlehensgeber für eine solche 100%- Finanzierung erheben.

Vor- und Nachteile einer Vollfinanzierung

Vorteile einer Vollfinanzierung:

  • Sofortiges Wohneigentum nach dem Motto „Kaufen statt Mieten“
  • Ausnutzen von günstigen Immobilienpreisen und Niedrigzinsphasen – auch wenn noch kein Eigenkapital angespart wurde
  • Durch eine Vollfinanzierung ist es auch jungen Menschen möglich, früh in die Altersvorsorge zu investieren

Nachteile einer Vollfinanzierung:

  • Zinsaufschlag verteuert Vollfinanzierungen gegenüber einer Baufinanzierung mit eingebrachtem Eigenkapital
  • Eine gute Bonität ist Voraussetzung für die Vollfinanzierung

Vollfinanzierungen eignen sich für:

  • Darlehensnehmer, die z.B. durch Ausbildung, Studium oder durch den Erwerb anderer Qualifikationen noch kein Eigenkapital ansparen konnten. Vor allem Rechtsanwälte, Ingenieure oder Zahnmediziner können bereits nach wenigen Berufsjahren eine ausreichende Bonität zur Vollfinanzierung nachweisen
  • Darlehensnehmer, die bereits jung in den Immobilienerwerb einsteigen möchten
  • Kapitalanleger
  • Immobilienkäufer, die zwar ausreichende Eigenmittel zur Verfügung haben, diese aber anderweitig verwenden möchten oder diese als zusätzliche Sicherheit in den Darlehensvertrag einbringen und so die Kondition reduzieren (z.B. festverzinsliche Spar-/Bausparguthaben, Rückkaufswerte vorhandener Lebensversicherungen)

Volltilgerdarlehen

Ein Volltilgerdarlehen ist ein Annuitätendarlehen, das nach Ablauf der Vertragslaufzeit vollständig zurückbezahlt ist. Der Darlehensnehmer legt bei dieser Darlehensart fest, zu welchem Zeitpunkt er schuldenfrei sein möchte. Basierend auf dieser Angabe werden dann Zinsfestschreibung und notwendige Tilgung festgelegt.

Vor- und Nachteile Volltilgerdarlehen

Vorteile eines Volltilgerdarlehens:

  • Die Gefahr, nach der Vertragslaufzeit eine Anschlussfinanzierung zu höheren Zinsen abschließen zu müssen ist, ausgeschlossen
  • Da auch die Kreditinstitute besser kalkulieren können, gewähren sie in der Regel bessere Konditionen für Volltilgerdarlehen
  • Absolute Planungssicherheit über den Zeitpunkt der Schuldenfreiheit

Nachteile eines Volltilgerdarlehens:

  • Eine vergleichsweise hohe monatliche Rate ist notwendig, um in einer relativ kurzen Laufzeit von nur 10 bis 20 Jahren den erforderlichen Tilgungsanteil aufzubringen
  • Gute Bonität ist Voraussetzung

Volltilgerdarlehen eignen sich für:

  • Darlehensnehmer mit guter Bonität, die schnell schuldenfrei sein möchten und die erhöhte Belastung durch höhere Monatsraten bedienen können
  • Darlehensnehmer, die in einer bestimmten Zeit schuldenfrei sein wollen z. B. ältere Darlehensnehmer, die noch rechtzeitig vor Rentenbeginn schuldenfrei sein wollen

Darlehen mit jederzeitiger Rückführungsoption

Ein Festzinsdarlehen mit Ausstiegsoption ist eine Darlehensart, die es dem Darlehensnehmer erlaubt, bei einer festen Sollzinsbindung aus dem Darlehen auszusteigen, ohne dass eine teure Vorfälligkeitsentschädigung fällig wird.

Diese Flexibilität hat allerdings ihren Preis, den der Darlehensnehmer entweder in Form eines Zinsaufschlages oder einer Einmalgebühr bezahlen muss.

Die Banken verlangen für diese Art von Baufinanzierung zwischen 0,20 und 0,30 Prozentpunkte an Zinsaufschlag.

Vor- und Nachteile eines kündbaren Festzinsdarlehens

Vorteile eines kündbaren Festzinsdarlehens:

  • Sichere Sollzinsbindung im Vergleich zu variablen Darlehen
  • Eine Ausstieg aus dem Kredit ist jederzeit ohne Vorfälligkeitsentschädigung möglich

Nachteile eines kündbaren Festzinsdarlehens:

  • Der Darlehensnehmer muss sich die Flexibilität durch einen Zinsaufschlag oder eine Einmalgebühr „erkaufen“
  • Die Option „Zahlung einer Einmalgebühr“ ist an bestimmte Bedingungen geknüpft
  • Teilweise ist ein Ausstieg erst nach einer Frist nach Vollauszahlung möglich

Kündbare Festzinsdarlehen eignen sich für

  • Darlehensnehmer, die durch den Kauf nicht zu sehr an die Immobilie gebunden sein wollen
  • Darlehensnehmer, die nicht ausschließen können, dass ein beruflicher Standortwechsel nötig wird

Konstant-Darlehen

Ein Konstant-Darlehen ist eine Variante des Volltilgerdarlehens, bei der eine lange Sollzinsbindung von bis zu 30 Jahren und mehr vereinbart werden kann. Um den vergleichsweise günstigen Zinssatz anbieten zu können, kombinieren die Banken bei einem Konstant-Darlehen ein klassisches Annuitätendarlehen mit einem Bausparvertrag.

Der Darlehensnehmer bezahlt mit seiner monatlichen Rate zum einen den Kreditzins für das Annuitätendarlehen. Der andere Teil der Rate ist die Sparleistung für den Bausparvertrag. Ist nach 10 bis 20 Jahren der Bausparvertrag zuteilungsreif, so wird dieser zur Tilgung des Annuitätendarlehens verwendet. Ab diesem Zeitpunkt tilgt der Darlehensnehmer mit der gleichen Rate wie den Bausparvertrag während der Ansparphase.

Vor- und Nachteile eines Konstant-Darlehen

Vorteile eines Konstant-Darlehen

  • Vergleichsweise niedrige Monatsraten während der gesamten Laufzeit
  • Es muss keine Anschlussfinanzierung abgeschlossen werden
  • Wegfall des Zinsänderungsrisikos

Nachteile eines Konstant-Darlehen

  • Kein frühzeitiger Ausstieg aus dem Darlehen möglich
  • Kaum Sondertilgungsoptionen
  • Vergleichsweise hohe Ansparrate für den Bausparvertrag
  • Höhere Zinsen als bei kürzeren Laufzeiten
  • Vergleichsweise hohe Bearbeitungsgebühren und Abschlusskosten beim Bausparvertrag

Konstant-Darlehen eignen sich für:

  • Darlehensnehmer, die mit relativ geringer monatlicher Belastung eine Immobilie finanzieren möchten
  • Darlehensnehmer, denen eine langfristige, gleichbleibende Monatsrate sehr wichtig ist

Variable Darlehen

Bei variablen Darlehen sind die Zinsen, anders als bei den bisher beschriebenen Festzinsdarlehen, variabel. Zudem wird keine feste Sollzinsbindung vereinbart, sondern die Zinsen werden alle drei oder sechs Monate angepasst. Das bedeutet, dass Darlehensnehmer jeweils zum Zinsanpassungstermin das Darlehen ganz oder teilweise tilgen können. Ein weiterer Unterschied zum Annuitätendarlehen ist, dass der Darlehensnehmer quartalsweise nur den Kreditzins bezahlt. Jeweils zum Quartals- oder Halbjahresende kann er dann separat in beliebiger Höhe tilgen.

Der Zinssatz der variablen Darlehen orientiert sich in aller Regel am Kapitalmarkt – genauer gesagt, am dreimonatigen oder am sechsmonatigen EURIBOR (European Interbank Offered Rate). Der EURIBOR ist der Zinssatz, den Banken beim Einlagenhandel untereinander verlangen und gilt als Referenzzinssatz bei variabel verzinslichen Euro-Anleihen. Der EURIBOR eignet sich vor allem als Referenzzins, da er transparent und aktuell in Tageszeitungen oder im Internet zu finden ist.

Vor- und Nachteile von variablen Darlehen

Vorteile von variablen Darlehen

  • Vollständige oder teilweise Tilgung des Darlehens jeweils zum Zinsanpassungstermin alle drei oder sechs Monate möglich
  • Mit sinkendem EURIBOR sinken auch die Konditionen der Finanzierung
  • Einfaches Nachvollziehen der Zinskonditionen durch Transparenz des EURIBOR
  • Umwandlung in Festzinsdarlehen möglich

Nachteile von variablen Darlehen

  • Ständige Beobachtung der Zinsentwicklung notwendig
  • Verteuerung des Darlehens bei steigenden Zinsen
  • Vergleichsweise hohe Bearbeitungsgebühr

Variable Darlehen eignen sich für:

  • Darlehensnehmer, die ihre variablen Gehaltszuflüsse direkt in die Tilgung stecken möchten
  • Darlehensnehmer, die zum Zeitpunkt des Abschlusses sinkende Zinsen erwarten
  • Darlehensnehmer, die äußerst flexibel bleiben möchten, um das Darlehen kurzfristig ablösen zu können

Cap-Darlehen

Cap-Darlehen sind variable Kredite mit der Besonderheit, dass eine Zinsunter- und -obergrenze für den Fall sich verändernder Kreditzinsen existiert. Wie alle variablen Kredite sind auch Cap-Darlehen an die Zinsentwicklung des EURIBOR gekoppelt und bieten Ihnen jeweils zum Zeitpunkt der quartalsweisen Zinsanpassung die vollständige Rückzahlungsoption.

Gegen einen Zinsaufschlag bietet das Cap-Darlehen die Möglichkeit, sich gegen einen Anstieg des Zinsniveaus über die Obergrenze („Cap“) zu schützen – Sie müssen also auch bei einem höheren Zins maximal den Cap-Zins bezahlen. Sinken die Zinsen wieder unter den Cap, so sinkt auch Ihre Belastung.

Mit einem Cap-Darlehen erreichen Sie für Ihre variable Finanzierung ein höheres Maß an Planungssicherheit und schützen sich vor einer zu hohen Rate. Die Option, zu jeder Zinsanpassung Tilgungen einzubringen bzw. das Darlehen vollständig zurückzuzahlen, bleibt Ihnen ebenso erhalten wie die Möglichkeit, das Darlehen in ein Annuitätendarlehen mit fester Sollzinsbindung umzuwandeln.

Vor- und Nachteile von Cap-Darlehen

Vorteile von Cap-Darlehen

  • Schutz vor zu großen Belastungen durch zu hohe Zinsen
  • Sondertilgungen in beliebiger Höhe zu jeder Zinsanpassung möglich
  • Fallende Kreditkosten bei fallenden Zinsen

Nachteile von Cap-Darlehen

  • Die Vereinbarung einer Zinsobergrenze kostet eine Gebühr
  • Zinsobergrenze liegt ca. zwei Prozentpunkte über dem Einstandszins

Cap-Darlehen eignen sich für:

  • Darlehensnehmer, die über ausreichend finanzielle Mittel verfügen
  • Darlehensnehmer, denen eine hohe Flexibilität in Verbindung mit Sondertilgungsoptionen wichtig ist
  • Darlehensnehmer, die sich durch die Zahlung einer Gebühr gegen zu hohe Belastungen schützen möchten

Fremdwährungskredit

Wenn Sie von einer bestimmten Währungs- und Zinsentwicklung maximal profitieren möchten und gleichzeitig über eine gute Finanzsituation verfügen, könnte ein Fremdwährungskredit genau das Richtige für Sie sein.

Diese Kreditart orientiert sich nicht, wie bei variablen Krediten üblich, am EURIBOR, sondern am LIBOR-Zins des Landes, in dessen Währung das Darlehen aufgenommen wird. Zusätzlich zu den Zinsschwankungen kann der Darlehensnehmer auch von Währungsschwankungen profitieren. Wie alle variablen Kredite kann der Fremdwährungskredit zu jeder Zinsanpassung vollständig zurückbezahlt werden.

Vor- und Nachteile von Fremdwährungskrediten

Vorteile von Fremdwährungskrediten

  • Möglichkeit der Nutzung von Währungsschwankungen zur günstigeren Kreditrückführung
  • Flexibilität durch regelmäßige Tilgungsmöglichkeit
  • Niedrige Kreditzinsen in der Fremdwährung möglich

Nachteile von Fremdwährungskrediten

  • Umtauschkosten und hohe Gebühren können anfallen
  • Risiko, dass Währungsschwankungen hohe Kosten verursachen
  • Zinsrisiko erhöht sich durch kurze Sollzinsbindung

Fremdwährungskredite eignen sich für

  • Darlehensnehmer, die einen hohen Eigenkapitaleinsatz (mindestens 40 Prozent) einplanen
  • Darlehensnehmer, die chancen- und risikofreudig sind
  • Darlehensnehmer mit ausgezeichneter Bonität – ggf. müssen bei ungünstigen Zins- und Währungsschwankungen zusätzliche Sicherheiten eingebracht werden
  • Darlehenssummen ab 100.000 Euro

KfW-Darlehen

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert als Körperschaft des öffentlichen Rechts unter anderem die Schaffung von Wohnraum sowie Modernisierungsmaßnahmen und Investitionen zum Energiesparen. Der Erwerb oder Bau von selbstgenutzten Immobilien wird ebenfalls mitfinanziert.

Zu beachten ist dabei, dass die Darlehen der KfW nicht direkt von der KfW selbst vergeben werden, sondern immer durch die Bank, welche auch die Hauptfinanzierung übernimmt. Dabei können folgende Förderprogramme zum Tragen kommen:

1. KfW-Wohneigentumsprogramm (KfW Programm 124)

Das „KfW-Wohneigentumsprogramm“ fördert den Kauf oder Bau von selbstgenutzten Eigenheimen oder Eigentumswohnungen. Dabei sind die folgenden Posten förderungsfähig:

Bei Kauf:

  • Kaufpreis
  • Instandsetzungs-, Umbau- und Modernisierungskosten
  • Nebenkosten wie die Notar- oder Maklergebühren sowie die Grunderwerbsteuer

Bei Neubau:

  • Der Kaufpreis des Grundstücks, sofern seit dem Kauf des Grundstücks vor Antragseingang bei der KfW höchstens sechs Monate vergangen sind
  • Material- und Arbeitskosten des Baus
  • Baunebenkosten wie Honorare für Architekten, Energie- bzw. Bauberater, Grunderwerbsteuer und Makler- sowie Notargebühren

2. KfW-Wohneigentumsprogramm – Genossenschaftsanteile (KfW-Programm 134)

Das KfW-Wohneigentumsprogramm 134 fördert bei Erwerb einer Genossenschaftswohnung den Erwerb der Genossenschaftsanteile.

3. Energieeffizient Bauen (KfW-Programm 153)

Das KfW-Programm Energieeffizient Bauen (153) fördert den Bau oder Ersterwerb eines KfW-Energieeffizienzhauses 55, 40 oder 40 Plus.

Bei Kauf:

  • Den Kaufpreis des Hauses ohne die Grundstückskosten

Bei Neubau:

  • Die Baukosten sowie die Baunebenkosten ohne die GRundsückskosten
  • Kosten für Planung, Beratung und Baubegleitung

Vor- und Nachteile eines KfW-Darlehens

Vorteile eines KfW-Darlehens

  • Da viele Banken den durch die KfW geförderten Kreditanteil nicht in den Beleihungsauslauf des Hauptdarlehens einrechnen, sind die Zinskonditionen eines KfW-Mischdarlehens häufig günstiger.

Nachteile eines KfW-Darlehens

  • Nicht alle Banken bieten zu ihren Darlehen eine Kombination mit KfW-Krediten an
  • Durch das tilgungsfreie erste Jahr bei den KfW-Krediten verzögert sich der Schuldenabbau
  • Eingeschränkte Möglichkeit der Zinsfestschreibung

KfW-Kredite eignen sich für:

  • Darlehensnehmer, die in ein selbstbewohntes Eigenheim investieren wollen
  • Modernisierer, die förderberechtigte Maßnahmen durchführen möchten

Wohnriester

Seit Januar 2008 können zukünftige Immobilienbesitzer Riesterverträge nutzen, um den Traum der Immobilie zu finanzieren. Hierbei können bestehende Riesterverträge genutzt, aber auch neu abgeschlossene Riesterverträge in die Baufinanzierung eingebaut werden.

Wenn Sie die staatliche Förderung nutzen möchten, können Sie beispielsweise ein Darlehen mit einer Laufzeit von 30 Jahren dank staatlicher Zulagen bis zu fünf Jahre schneller tilgen als ohne Riesterförderung und sparen dadurch Kreditzinsen. Ein weiterer Vorteil von Wohnriester steckt in der Steuerersparnis: Als Darlehensnehmer eines Immobilienkredites können die Riesterbeiträge als Sonderausgabenabzug bei der jährlichen Steuererklärung geltend gemacht werden.

Enderlein bietet Ihnen auch die Möglichkeit, die staatliche Förderung für Ihre Immobilienfinanzierung zu nutzen. Bei unserem Angebot handelt es sich um ein klassisches Wohnriester-Annuitätendarlehen mit folgendem Vorteil gegenüber dem Wohnriester-Bausparer: Die Förderung wirkt sich sofort und nicht erst nach Zuteilung des Bausparvertrages auf die Tilgung des Darlehens aus.

Wohnriester - Die wichtigsten Fakten im Überblick

  • Förderung von Erwerb oder Bau von selbstgenutztem Wohneigentum
  • Die jährlichen Zulagen betragen:
    • Je Erwachsener 154€
    • Je Kind 185€ (vor 2008 geboren)
    • Je Kind 300€ (ab 2008 geboren)
  • Um die vollen Zulagen zu erhalten, müssen 4% des Vorjahresbruttoeinkommens als Tilgungsleistung inklusive der Zulagen in das Riesterdarlehen eingezahlt werden.
  • Steuerbegünstigung, da Ledige bis zu 2.100Euro / Verheiratete bis zu 4.200 Euro in der Einkommenssteuererklärung als Sonderausgabenabzug geltend machen können

Die Wahl der richtigen Tilgung

Ein häufiges Problem bei Darlehensnehmern ist, dass sie unwissentlich falsch tilgen. Hauptursache dafür ist, dass viele nicht wissen, dass Tilgung ein anderes Wort für Rückführung ist. Tilgung besagt also, wieviel Geld zur Rückzahlung des Immobilien-Darlehens aufgebracht wird. Die Anfangstilgung beschreibt, welche Rückführungsleistung bei der ersten Ratenzahlung erbracht wird. Schon bei der zweiten Rate ist der Tilgungsanteil gestiegen, da dieser bei einer gleichbleibenden monatlichen Rate (Annuität) steigt und der Anteil an Zinszahlungen gleichzeitig abnimmt.

Doch wo liegt nun die richtige Tilgung? Diese Frage kann nur jeder Darlehensnehmer individuell für sich beantworten. Wichtig sind dabei immer die folgenden zwei Faktoren:

1. Welche finanziellen Mittel stehen Ihnen zur Verfügung?

2. Wie ist die aktuelle Höhe der Kreditzinsen?

Als Faustregel sollten Sie beachten, dass Sie nicht mehr als 30 bis 50 Prozent Ihres monatlichen Nettoeinkommens für die Finanzierung aufbringen müssen.

Als weitere Regel empfehlen wir Ihnen bei Bauzinsen unter fünf Prozent, eine Anfangstilgung zu wählen, die mehr oder minder deutlich über einem Prozent liegt. Auf diese Weise halten Sie die Kreditlaufzeit im Rahmen. Je nach Ihren finanziellen Mitteln könnten Sie sich eine Anfangstilgung von zwei bis drei Prozent durchaus leisten.

Die Sollzinsbindung richtig auswählen

Die Sollzinsbindung sagt aus, für welchen Zeitraum Sie mit dem Darlehensgeber Ihre Kreditzinsen vereinbart haben. Bei Immobilienfinanzierungen sind Sollzinsbindungen von 5 bis 30 Jahren üblich. In den wenigsten Fällen ist das Darlehen am Ende der vereinbarten Sollzinsbindung bereits vollständig zurückbezahlt. In aller Regel muss für die verbleibende Restschuld ein Anschlusskredit abgeschlossen werden.

Diese sechs Faktoren beeinflussen eine optimale Sollzinsbindung maßgeblich und sollten bei Ihren Überlegungen beachtet werden:

1. Ihre Einkommenssituation

Je größer Ihr finanzieller Spielraum, desto chancen- und risikoreicher können Sie Ihre Finanzierung gestalten. In diesem Fall kommen für Sie auch kurze Sollzinsbindungen, variable Kredite oder zumindest Mischformen aus kurz- und langfristiger Zinsbindung infrage.

2. Ihr Sicherheitsbedürfnis

Das Sicherheitsbedürfnis hängt häufig mit der Einkommenssituation zusammen. Wenn Sie eine höhere monatliche Belastung ausschließen müssen oder wollen, sollten Sie eine sichere Finanzierungsvariante mit einer möglichst langen Sollzinsbindung vereinbaren.

3. Ihre Risikobereitschaft

Sind Sie an den Bewegungen der Kapitalmärkte interessiert oder erwarten Sie in nächster Zeit Bonifikationen, Ausschüttungen aus Sparverträgen, Lebensversicherungen oder ein Erbe? Dann sollten Sie unter diesen Voraussetzungen auch Ihre Immobilienfinanzierung optimieren. Für Sie kommen variable Kredite oder kurze Sollzinsbindungen in Frage, denn auf diese Weise könnten Sie von Zinsschwankungen profitieren.

4. Ihre Erwartungen an die Wirtschaftsentwicklung

Sie gehen derzeit von einer zukünftig boomenden Wirtschaft, verbunden mit steigenden Zinsen aus? In diesem Fall empfehlen wir Ihnen, sich Ihren Sollzins möglichst lange zu sichern. So können Sie sich gegen steigende Zinsen absichern. Sollzinsbindungen von 15 bis 30 Jahren sind daher für Sie optimal geeignet.

5. Der Zeitpunkt, zu dem Sie das Darlehen vollständig zurückbezahlt haben möchten

Sie wissen bereits heute, zu welchem Zeitpunkt Sie Ihr Darlehen vollständig zurückbezahlt haben wollen? Wählen Sie die Sollzinsbindung in diesem Fall so, dass Sie bereits jetzt feststehende freie Mittel optimal zur Tilgung einplanen und einsetzen können. Und wählen Sie die laufende Tilgung so, dass Sie Ihrem Ziel möglichst nahe kommen.

6. Kombinieren Sie Möglichkeiten, in dem Sie feststehende Zahlungszuflüsse mit der entsprechenden Sollzinsbindung einplanen, tilgen Sie einen Teil des Gesamtdarlehens höher als einen anderen, länger festgeschriebenen Teil. Beziehen Sie Fördermittel mit ein, passen Sie den Kredit durch die Vereinbarung von möglichen Tilgungssatzwechseln an Ihre Einkommenssituation an.

Sie sehen, es gibt viele Möglichkeiten – sprechen Sie mit uns über Ihre Wünsche und Vorstellungen.