Finanzierungsformen

Eine Anschlussfinanzierung muss Ihren persönlichen Bedürfnissen entsprechen

Es gibt viele verschiedene Arten der Anschlussfinanzierung einer Immobilie: klassisches Annuitätendarlehen, Forward-Finanzierung oder variable Darlehen. Wie auch immer Sie die Anschlussfinanzierung Ihrer Immobilie gestalten möchten, wichtig ist, dass der Kredit zu Ihnen passt. Wir unterstützen Sie gerne dabei, die richtige Auswahl zu treffen. Auf den nächsten Seiten finden Sie alles rund um die verschiedenen Kreditarten.

Welche Anschlussfinanzierung ist die richtige für Sie?

Bei der Anschlussfinanzierung haben Sie, wie bei der Erstfinanzierung, ähnlich viele Finanzierungsmöglichkeiten zur Verfügung. Die unserer Erfahrung nach wichtigsten und am häufigsten zum Tragen kommenden Kreditarten haben wir folgend für Sie zusammengetragen. Auf diese Weise finden Sie ganz einfach die Anschlussfinanzierung, die zu Ihnen passt.

Annuitätendarlehen

Annuitätendarlehen werden als Klassiker der Baufinanzierung bezeichnet und eignen sich auch für die Anschlussfinanzierung. Während der Vertragslaufzeit zahlt der Darlehensnehmer immer die gleiche monatliche Rate (Annuität), die sich aus seinem Zins- und einem Tilgungsanteil zusammensetzt. Während der Rückzahlung nimmt der Zinsanteil ab, während der Tilgungsanteil kontinuierlich steigt. Auf diese Weise nimmt die Schuldenlast im Laufe der Jahre ab.

Annuitätendarlehen werden mit einer bestimmten Sollzinsbindung abgeschlossen. Diese legt fest, wie lange der vereinbarte Sollzinssatz gilt bzw. wie lange die monatliche Rate bezahlt werden muss. Nach Ablauf der Sollzinsbindung der Anschlussfinanzierung sollte keine Restschuld mehr übrig sein, da sonst eine weitere Finanzierung notwendig würde.

Vorteile eines Annuitätendarlehens

  • Durch gleichbleibende Monatsrate sehr einfach zu kalkulieren
  • Unterschiedliche Darlehensangebote können einfach verglichen werden
  • Durch unterschiedliche Sollzinsbindungen gut an die Bedürfnisse des Darlehensnehmers anpassbar.
  • Sondertilgungsoptionen können zusätzlich vereinbart werden

Nachteil eines Annuitätendarlehens

  • Ein frühzeitiges Aussteigen ist für den Kunden nicht möglich, da er an die Sollzinsbindung gebunden ist (Ausnahme: §486 BGB, Sonderkündigungsrecht bei Festschreibungen größer als 10 Jahre)

Annuitätendarlehen eignen sich für:

  • Sicherheitsbewusste Darlehensnehmer und Familien mit gleichbleibenden finanziellen Verhältnissen
  • Darlehensnehmer ohne Erwartung von größeren Geldzuflüssen, die über die vereinbarte Tilgung (und Sondertilgungsoption) hinaus gehen
  • Sicherheitsbewusste Darlehensnehmer, die mit steigenden Bauzinsen rechnen und sich möglichst lange dagegen absichern möchten

Forward-Darlehen: 12 bis 36 Monate vor Anschlusstermin

Das Forward-Darlehen ermöglicht es, eine Umschuldung des bestehenden Darlehens zu einem anderen Kreditinstitut vorzunehmen, lange bevor die Sollzinsbindung des Erstkredites abgelaufen ist. Vorteil für den Darlehensnehmer: Er kann sich bereits heute gegen steigende Zinskonditionen in der Zukunft absichern.

Rechnen Sie also bei Ihrer Anschlussfinanzierung mit einem steigenden Zinsniveau, dann ist das Forward-Darlehen für Sie der richtige Kredit.

Vorteile

  • In Zeiten steigender Zinsen können sich Darlehensnehmer günstige Zinsen für den Anschlusskredit sichern
  • Lange Vorlaufzeiten schützen Darlehensnehmer
  • Bei Beibehaltung des monatlichen Kapitaldienstes ist je nach gewählter neuer Zinsfestschreibung auch ein „Volltilgerdarlehen“ möglich

Nachteile

  • Für jeden Monat Vorlaufzeit wird ein kleiner Zinsaufschlag fällig. Dieser liegt bei rund 0,02 bis 0,04 Prozent pro Monat

Forward-Darlehen eignen sich für:

  • Für Darlehensnehmer, die von aktuellen Zinstiefs profitieren möchten
  • Für Darlehensnehmer, die eine höhere Monatsrate nach der Anschlussfinanzierung ausschließen möchten